Dresden erleben (Teil 2): Technische Wunder, süße Pausen und barocke Könige

Willkommen zum zweiten Teil unserer Dresden-Erkundung! Nachdem uns der erste Tag bereits tief in die barocke Pracht gezogen hat, ging es mindestens genauso faszinierend weiter.

​💡 Ein wertvoller Insider-Tipp vorab: Für das Kombiticket aus Historischem Grünen Gewölbe und dem Residenzschloss solltet ihr euch unbedingt einen vollen Tag einplanen. Wir haben dort stolze fünf Stunden verbracht – und selbst das reicht kaum aus, um jede einzelne Schrifttafel zu studieren oder jedem Audioguide-Kapitel bis zum Ende zu lauschen. Die Fülle an Kunst und Geschichte ist schlichtweg gigantisch. Irgendwann ist der Kopf einfach voll, und das ist auch völlig okay! Man darf die Pracht dann einfach auf sich wirken lassen.

​Nach diesem Kulturmarathon war unser dritter Tag eine perfekte Mischung aus geschichtsträchtigen Bauwerken, technischer Pionierarbeit und gemütlichen Genussmomenten. 🗺️👇

​🏛️ Das Blaue Wunder und die historischen Bergbahnen

​Unser dritter Tag startete im idyllischen Stadtteil Loschwitz. Hier steht eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt: die Loschwitzer Brücke, im Volksmund liebevoll „Blaues Wunder“ genannt.

  • Ein technisches Meisterwerk: Erbaut zwischen 1891 und 1893, galt die hellblaue Stahlkonstruktion damals als technisches Wunderwerk, weil sie den Fluss auf 141 Metern Länge komplett ohne Strompfeiler in der Elbe überspannt. Dass sie den Zweiten Weltkrieg überstanden hat, verdankt sie mutigen Dresdner Bürgern, die im Mai 1945 die bereits gelegten Sprengkapseln der Wehrmacht unschädlich machten.
  • Ab in die Höhe: Direkt in Loschwitz befinden sich zwei absolute Raritäten: die Standseilbahn (eröffnet 1895) und die Schwebebahn (eröffnet 1901). Letztere ist die älteste Berg-Schwebebahn der Welt! Eine Fahrt mit diesen historischen, denkmalgeschützten Bahnen ist wie eine kleine Zeitreise und belohnt einen oben mit einem fantastischen, weiten Blick über das Elbtal.

​☕ Genussmoment im Traditions-Café Wippler

​Nach so viel Technik und Aussicht hatten wir uns eine Pause verdient. Am Körnerplatz ging es für uns ins traditionsreiche Café Wippler. Seit über 100 Jahren steht diese Dresdner Institution für erstklassiges Handwerk. Bei einem herrlich duftenden Kaffee und einem wunderbaren Stück traditionellem sächsischen Kuchen haben wir die Seele baumeln lassen und Kraft für die nächste Etappe getankt. So schmeckt Urlaub!

​🥛 Pfunds Molkerei – Der schönste Milchladen der Welt

​Mit dem Hop-on/Hop-off-Bus ging es weiter auf die andere Elbseite zur Dresdner Molkerei Gebrüder Pfund. Gegründet 1880 vom Visionär Paul Pfund, zieht der Laden heute Menschen aus aller Welt an – und das zu Recht!

  • Pracht aus Porzellan: Der Laden ist komplett, vom Boden bis zur Decke, mit phantasievoll bemalten Fliesen im Stil der Neorenaissance ausgekleidet. Hergestellt wurden diese Kunstwerke von der berühmten Firma Villeroy & Boch in Zusammenarbeit mit Dresdner Künstlern. Nicht umsonst steht das Geschäft als „schönster Milchladen der Welt“ im Guinness-Buch der Rekorde. Ein absolut glanzvoller Anblick, den man live gesehen haben muss!

​👑 Zu Fuß durch die Neustadt zum Goldenen Reiter

​Vom Milchladen aus zog es uns zu Fuß weiter in die geschäftige und geschichtsträchtige Dresdner Neustadt. Unser Ziel: der Neustädter Markt, wo uns der Goldene Reiter erwartete.

  • Ein Denkmal für die Ewigkeit: Das monumentale Reiterstandbild zeigt Kurfürst Friedrich August I. (August den Starken) in römischer Rüstung auf einem Lipizzanerhengst, Richtung Osten reitend – dorthin, wo sein polnisches Königreich lag. Das 1736 enthüllte Denkmal ist mit echtem Blattgold überzogen und strahlt eine immense Kraft und Würde aus.

​Zum krönenden Abschluss unseres Urlaubs überquerten wir die historische Augustusbrücke. Zu Fuß über diese geschichtsträchtige Elbbrücke zu gehen, während sich das berühmte Altstadt-Panorama – der klassische „Canaletto-Blick“ – vor einem ausbreitet, war der perfekte, emotionale Ausklang für drei unvergessliche Tage in Dresden.

​Voller neuer Eindrücke und glücklich ging es für uns zurück zu unserem rollenden Zuhause auf dem Campingplatz Mockritz. Dresden, du hast uns tief beeindruckt! 🚐❤️


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